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 Der anliegende Wald

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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 13, 2011 12:22 am

Daphne && Adrian

"Ganz genau du hast mich NUR aufgefangen!", er hob die Brauen. Was hätte er denn noch tun sollen? Sie etwa küssen?
Die Idee kam ihm gar nicht so absurd vor, wie sie eigentlich sein sollte... Schliesslich hatte sie ihn mit diesem abwartenden Blick angesehen und er hatte ihr bloss auf die Beine geholfen...
Aber was, wenn es nicht so was? Wenn er sie jetzt küssen würde, dann wäre er gleich unten durch bei ihr, sollte es nicht das sein, was sie erwartete.
Er schaute die Blondine an, hörte ihr zu und runzelte die Stirn.
Einfach unmöglich... Sie war unmöglich. Sie wollte es ihm sagen, wieso tat sie es denn nicht?
"Ich lache dich schon nicht aus", versicherte er ihr und schaute sie weiterhin an. Doch sie schien nicht die Absicht zu hegen, es ihm leichter zu machen, was ihn leicht zum Lächeln brachte. Sie brachte ihn zum Lächeln.
Er musterte sie von oben bis unten. Dann fragte sie, ob sie nicht zum Zeltplatz gehen wollten. Er seufzte, ging auf sie zu, doch statt dass er weiterging oder irgendetwas anderes tat, trat er ganz nah an sie heran, legte eine Hand an ihren Hals, die andere auf ihre Hüfte und küsste sie, wie er noch nie eine geküsst hatte.
Eine ganze Weile küsste er sie, dann löste er sich von ihr und schaute sie an. Jetzt würde sie ihn schlagen... Er war bereit dafür, darauf gefasst und wartete nur noch darauf...
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Daphne Rosier
Slytherins PRINCESS
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 13, 2011 12:44 am

Adrian & Daphne

"Ich lache dich schon nicht aus". Diese eine Aussage von ihm brachte sie zum nachdenken. Was wenn sie es ihm wirklich sagen konnte? Ohne das er was falsches von ihr dachte? Aber was wenn er nun doch lachen würde? Sie würde im Erdboden versinken und nie wieder mit ihm sprechen. Genau das wären die Folgen würde er sie auslachen. Aber ob sie ihn dann auch einfach ignorieren konnte? Die Antwort war ganz klar: nein! Das würde sie nicht können. Sie konnte ja noch nicht mal jetzt ihn die ganze anzicken wie es sonst ihre Art war. Daphne seuftze. "Du wirst auch keine Gelegenheit haben mich auszulachen. Ich werde es dir nämlich gar nicht erst sagen!",meinte sie nun leicht stur zu ihm. Ja Slytherins Prinzessin konnte stur sein. Allerdings nicht nur so ein bisschen stur. Sondern richtig stur. Wenn sie jemanden etwas nicht sagen wollte, dann sagte sie es ihm auch nicht. Und da konnte derjenige sonst was tun. Er musterte sie und als sie dann fragte ob sie nicht zum Zeltplatz gehen wollten seufzte er nur. Daphne hob die Augenbraue an. Allerdings ging er dann auf sie zu. Aufmerksam beobachtete sie ihn. Er ging nicht an ihr vorbei. Nein er blieb stehen und küsste sie. Erst war sie etwas überrascht doch gerade als sie den Kuss erwidern wollte löste er sich auch schon wieder von ihr. Eine ganze Weile sah sie ihn an. Schließlich legte sie ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn nochmal. Zuerst etwas schüchtern nach einer Weile dann aber wurde sie sicherer. Jetzt konnte sie nur hoffen das er sie nicht von sich stoßen würde. Oder sonst irgendwas dummes tat.
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Gast
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 13, 2011 1:10 am

Daphne & Adrian

Adrian war schlicht und einfach geflasht. Sie küsste ihn? Sie warf sich ihm um den Hals und küsste ihn! Daphne Rosier, die Slytherin-Prinzessin schlechthin küsste ihn.
Wenn sie wüsste, wen sie da küsste, einen Muggelstämmigen!
Er schlang die Arme um ihre Mitte und erwiderte ihren mehr oder weniger drängenden, fordernden Kuss leidenschaftlich. Er drängte sie etwas zurück bis hin zum nächsten Baum und liess ihr somit keinen Ausweg... Erst nach einer Weile löste er sich wieder von ihr und trat etwas zurück.
Das nannte er eine überraschende Wendung der Ereignisse... Und wie es eine war!
Er lächelte ganz dezent. In der einen Hand hielt er noch immer seinen Zauberstab, der Daphne beleuchtete...
"Ehm.. Ja...", sagte Adrian und zog die Brauen zusammen... Was taten sie hier bitte? Völlig abgedreht...
Er verschränkte die Arme und musterte sein Gegenüber prüfend... das war verrückt.. "Wir sollten jetzt zum Zeltplatz gehen.", kündete er ihr an und lächelte ganz schwach.
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Daphne Rosier
Slytherins PRINCESS
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 13, 2011 1:35 am

Adrian & Daphne

Sie hatte einfach nicht anders gekonnt. Daphne hatte ihn küssen müssen. Sie hatte einfach so einen Drang danach verspürt und diesen Drang war sie einfach mal nach gegangen. Als er ihren Kuss erwiderte war sie mehr als nur Erleichtert. Zwar hatte er sie zuerst geküsst, was aber nicht hieß das er es nicht bereut hatte. Allerdings war sie sich jetzt sicher, dass er diesen Kuss ganz sicher nicht bereute. Adrian hatte seine Arme um sie geschlungen. Erst als sie den Baum an ihrem Rücken spürte wurde ihr bewusst, dass er sie zurück geschoben hatte. Nach einer Weile löste er sich wieder von ihr und sah sie an. Daphne beobachtete ihn. Ihr fiel sofort auf das er am lächeln war.Bei seinen nächsten Worten nickte sie nur. "Genau...zum Zeltplatz!",murmelte sie leise vor sich hin. Irgendwie verwirrte er sie. Nicht das sie den Kuss nun bereute, dass war es ganz sicher nicht. Allerdings hatte sie noch nie einen fremden Jungen geküsst. Zwar war Adrian kein richtiger Fremder, aber so gut kannte sie ihn nun nicht. Und das was sie gerade hier getan hatte war nicht sonderlich ladylike. Ihre Eltern durften davon auf jeden Fall nichts wissen. Sie würden sauer werden. Daphne durfte keine fremden Jungs küssen. Nur welche mit denen sie schon ging oder halt Kandidaten die mit ihr verheiratet werden sollten. Und leider gehörte Adrian zu keines von den beiden Gruppen. Schweigend marschierte Daphne nun wieder Richtung Zeltplatz. Sie wusste einfach nicht was sie sagen sollte. Es gab einfach nichts mehr zu sagen. Daphne konnte nun nur noch hoffen, dass Adrian nicht damit rumprahlen würde. Auch hoffte Daphne das Swantje nichts davon erfahren würde. Mal gut das heute keiner von ihrer Familie hier anwesend war. Sie würden alle drei die Köpfe über sie schütteln.
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Ylva Ljoturson
Trustable little wolf
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 13, 2011 7:24 pm

Viktoria & Ylva
Two lonely crying Ravenclaws

Ylva hatte ihre Mutter und ihre Brüder alleine gelassen, das Zelt war aufgebaut und eingerichtet, dennoch fühlte es sich leer an. Sie hatten schon oft darin übernachtet und bisher war es für Ylva immer ein kleines Stückchen Heimat gewesen. Bis jetzt. Ohne das Lachen und die Geschichten ihres Vaters wirkte es verlassen. Und genauso fühlte sie sich auch, wenn sie dort war. Als sie mit nassen Augen durch den Wald strich und sich letztendlich an einen dicken Baumstamm lehnte, fühlte sie sich immer noch einsam und nicht ein kleines bisschen besser, als auf dem Zeltplatz, bei Gott es tat so weh. Man hatte ihre erzählt, dass es mit der Zeit besser würde, aber bisher war es nur noch schlimmer geworden, besonders, seit Tante Frejya abgereist war. Ihr Haus, war kaum noch ein Zuhause und sie fühlte sich so allein, wo auch immer sie war. Sie fühlte sich, als stünde ihr Herz in Flammen und als würde trotzdem jemand ein Messer hineinstechen, immer und immer wieder. Daran konnte sie sich nicht gewöhnen, auch nicht an den Anblick von Timmys zerissener Kleidung und den Tränenspuren, die sich deutlich zwischen dem Dreck in seinem Gesicht abzeichneten. Sie hasste es, diese ständige Angst zu haben, wenn er draußen war. Noch war nichts passiert, doch sie war sich sicher, dass es bloß eine Frage der Zeit war. Genauso wenig konnte sie Elias ausdruckslosen Blick und seine vollkommen trockenen Wangen ertragen, seine nach innen gefressene Trauer, war beinahe noch schlimmer, als Timothys Tränen. Schon lange hatten die Geschwister sich nicht mehr erzählt, wie es ihnen ging, ein jeder trug den Schmerz anders, ein jeder für sich allein, egal, wie nahe sie einander gewesen waren, mit der Trauer waren sie allein. Auf einmal waren überall Mauern, zu jedem, der auf die Idee kommen könnte in ihr Herz zu schleichen und es genauso zu zerfetzen, wie ihr Vater.
Ylva fühlte sich so leer, ihr Vater hatte etwas mitgenommen und sie wünschte sich, dass jemand sie in den Arm nahm, obwohl sie nicht wollte, dass noch jemand die Chance hatte, sie so traurig und verzweifelt zurückzulassen.
Die raue Rinde des Baumes drückte gegen ihren Rücken und ein leichter Vogelgesang, war das einzige Geräusch im Wald. Sie roch diesen einzigartigen Waldgeruch und musste an ihren Vater denken, der mit ihr im Wald spazieren gegangen war und an ihren Großvater, der ihr ein Baumhaus gebaut hatte und der jetzt wieder auf Island war. Die musste auch an ihre Mutter denken, die sich jede Nacht in den Schlaf weinte und die Ylva auf keinen fall belasten wollte, denn ihre Mutter hatte noch schwerer zu tragen, als sie. Und während ihr die Tränen über die Augen liefen wünschte sie sich, sie müsste nicht morgen schon im Zug sitzen und nach Hogwarts fahren, sondern nach Island fliegen und dort ganz allein in ihrem Baumhaus wohnen zu können, ohne bemerken zu müssen, dass sie die anderen nicht trösten konnte. Sie konnte ja nicht einmal sich selbst trösten.
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Victoria Storm
Nothing's forever
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 13, 2011 7:52 pm

Victoria & Ylva


Victoria lag schon einige Minuten in ihrer Astgabel, als sie leise Schritte näher kommen hörte. Sie öffnete die Augen und sah eine Gestalt an einem BAum an der anderen seite der Lichtung stehen. Bei genauerem Hinsehen erkannte sie Ylva Ljoturson, ein Mädchen aus ihrem Schlafsaal. Bisher hatte sie Ylva immer nur mit einem Lachen auf dem Gesicht gesehen und war nun überrascht, als sie sah, wie Tränen über ihr Gesicht liefen. Insgesamt erinnerte dieser Gesichtsausdruck sie an den, den sie nach Waynes Tod so oft auf ihrem eigenen Gesicht gesehen hatte. Hatte Ylva auch jemanden verloren? wenn konnte es noch nicht lange her sein. Obwohl es Victoria selber nicht besonders gut ging, verspürte sie das Bedürfnis, Ylva zu helfen. Nicht das irgendwer ihr helfen konnte, wenn es so war, wie sie dachte, aber sie wusste, wie die andere sich fühlte. Wahrscheinlich wollte sie allein gelassen werden, ihre Ruhe haben, so wie Toria heute noch. Doch fast ohne ihr zutun kletterte ihr Körper eigine Zweige nach unten und sprang dann auf den Boden hinab. Sie landete fest auf beiden Beinen und lief zu dem Mädchen hinüber. "Tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe", sagte sie, bevor sie dem anderen Mädchen einen Arm um die Schultern legte. "Was ist passiert? Möchtest du es mir erzählen?", fragte sie. Sie hatte eigentlich fragen wollen, ob jemand gestorben sei, doch sie wollte nicht mir der Tür ins Haus fallen und Ylva womöglich wehtun. Wenn wirklich jemand tot war, ging es ihr schon dreckig genug. Dsa wusste sie aus Erfahrung.
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Ylva Ljoturson
Trustable little wolf
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Di März 15, 2011 1:22 am

Victoria & Ylva
How could this happen? How did it get so far?

Ylva saß ganz still da und zitterte nicht, schluchzte auch nicht, während immer mehr Tränen durch ihre Augen über ihre Wangen liefen und schließlich auf ihren Pulli tropften. Sie wünschte sich, aufhören zu können, sich befreien zu können, von den Tränen, die dafür sorgten, dass alle es sehen konnten, egal wer, jeder konnte sehen, dass es ihr schlecht ging und das gefiel ihr nicht. Sie hasste es, dass sie ihre Gefühle nicht vor den anderen verbergen konnte, weder vor ihren Freunden, noch vor irgendjemand anderem, ihr Gesicht war ein offenes Buch, selbst für Leute, die sonst Schwierigkeiten hatten, zu erkennen, wie es jemandem ging. So war es schon immer gewesen, egal was sie gefühlt hatte, jeder hatte es ihr vom Gesicht ablesen können, nie konnte sie ihren Schmerz, ihre Wut oder aber auch ihre Freude ganz für sich alleine behalten, alle konnten sie sehen, immerzu. Doch bisher hatte sie damit gut leben können, bisher hatte es Ylva nicht gestört, wenn andere wussten, dass sie sich freute oder dass es ihr nicht so gut ging, das alles war wieder vorbei gewesen. Es waren durchaus echte Gefühle gewesen, absolut echt, aber sie waren fast alle wieder verschwunden, die Freude über eine gute Note, genauso, wie die Frustration über ein verlorenes Quidditchspiel. Es waren oberflächliche Gefühle gewesen, die ruhig jeder sehen durfte, warum auch nicht? Immerhin waren solche Gefühle normal, vollkommen selbstverständlich, jeder hatte sie und jeder konnte sie verstehen, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Ihre Noten waren ihr sehr wichtig gewesen, wichtiger als vielen anderen und auch Quidditch hatte ihr viel bedeutet, aber es hatte immer Leute gegeben, denen es mindestens genauso wichtig war, wenn nicht sogar noch wichtiger, mit solchen Gefühlen war sich nicht allein gewesen. Mit solch oberflächlichen Gefühlen, wie sie jetzt sah, die kannten alle. Vorsichtig horchte Ylva in sich, gab es diese Gefühle noch in ihr? Könnte sie sich immer noch über eine gute Note freuen, darüber, ein wichtiges Quidditchspiel zugewinnen, vielleicht sogar den Quidditchpokal in den Händen zu halten? Sie war sich nicht sicher, überhaupt nicht sicher. Gab es sie noch für sie, diese oberflächlichen, diese einfachen Gefühle, diese normalen Gefühle? Vielleicht eines Tages, wenn der Schmerz nicht mehr alles überdeckte? In sich drinnen, ganz tief in ihrem Bauch, vielleicht auch eher in ihrer Seele konnte sie so etwas wie leichte Freude spüren, aber sie war winzig klein und nicht greifbar, die Freude über Kleinigkeiten, die so wichtig war, um im Leben glücklich zu sein, sie zerrann ihr zwischen ihren Fingern, sie wand sich aus ihrem Griff und verschwand, vollkommen erstickt durch dunkle, graue Trauer, Trauer, die so viel mehr wog, die sie zu verschlingen droht und sich gegen sie zu wehren, einfach unmöglich machte.
Ihre Augen quollen über, von nassen Tränen, angefüllt mit Trauer und sie konnte den Wald nicht mehr sehen, nicht mehr die Lichtung, sondern einen anderen Wald, einen Wald mit Nadelbäumen, Moos, die Fußspuren eines kleinen Mädchens, neben denen eines erwachsenen Mannes. Ein Baumhaus erschien vor ihrem inneren Auge, errichtet auf drei großen, starken Tannen. Das Mädchen mit den langen dunklen Haaren hob verlangend die Hände und der Mann nahm sie auf den Arm. Ylva konnte den Duft ihres Vaters riechen, so vertraut, ein bisschen nach Schweiß, nach Wald, nach Magie und mit dem Hauch des Geruches ihrer Mutter, der immer an ihm zu hängen schien. Sie spürte seine kräftigen Hände, die sie so sanft und leicht durch die Luft trugen und drehten, als wöge sie nicht mehr als eine Feder und wäre genauso zart und zerbrechlich und sie konnte seinen liebevollen Blick sehen, wie er sich zu ihr beugte und sie ansah, als wäre sie seine Prinzessin, sein Engel, sein ein und alles, als wäre sie tatsächlich eine Feder und genauso wunderschön, während er sie ansah und durch den Wald trug. Ylva erinnerte sich. "Daddy", hatte sie gesagt, "Daddy, ich hab dich lieb." Ihre Kinder Augen hatten ihn angesehen und er hatte ihr geantwortet, mit seiner Stimme, die ihr immer die schönsten Geschichten erzählt hatte: "Ich dich auch, meine kleine Wölfin, meine Prinzessin. Ich habe sich sehr, sehr doll lieb und das darfst du nie, niemals vergessen." Eine einsame Träne war über ihre Wange gerollt, als er das gesagt hatte. Er hatte sie weggeküsst und gefragt: "Warum weinst du, kleine Wölfin?" Und sie hatte ihn angesehen und große Angst gehabt, dass er ihre nächste Frage mit Ja beantworten könnte. Ein schrecklicher Verdacht war in ihr aufgestiegen, als er ihr gesagt hatte, wie sehr er sie lieb hatte, sie hatte nicht daran gezweifelt, er hatte ihr noch nie einen Grund gegeben, an seinen Worten zu zweifeln und damit hatte sie auch nicht angefangen. Aber vielleicht, sie hatte es nicht denken wollen, doch der Vater einer Freundin von ihr, hatte die und ihre Mutter gerade erst vor kurzer Zeit verlassen und Ylva musste auf einmal daran denken. Vielleicht wollte ihr Vater sie ja auch verlassen? "Willst du mich verlassen, Daddy? Lässt du mich allein?" Sie hatte so große Angst, er könnte ihre Frage mit ja beantworten, dass sie die Antwort gar nicht hören wollte, wenn sie doch bloß nicht gefragt hätte. Auf einmal war sich die kleine Ylva sicher gewesen, dass er sie allein Lassen würde und noch mehr Tränen waren ihre Wangen hinunter gerollt. Doch er hatte den Kopf geschüttelt und sie angelächelt. "Nein", hatte er gesagt, "ich werde dich niemals verlassen, mein Engel, das könnte ich nicht, nie, niemals, ich werde immer bei dir sein, denn ich liebe dich, ich liebe dich viel zu sehr, um dich jemals alleine zu lassen." Währenddessen wischte er ihre Tränen fort und küsste sie auf die Stirn und ihre Sorgen waren wie weggeblasen, ihre Tränen versiegten und sie hatte ihm lächelnd geantwortet. "Ich liebe dich auch, Daddy, und ich werde dich nie allein lassen. " Sie hatte nicht eine Sekunde an seinen Worten gezweifelt und sie immer in ihrem Herzen getragen, die Worte, die ihr die Gewissheit verliehen hatten, dass er sie liebte, dass sie niemals allein sein würde. Und bis vor vier Wochen, hatte sie nie auch nur eine Sekunde an seinen Worten gezweifelt. Er war immer da gewesen, durch alles andere, durch alle Freuden und auch durch die traurigen Momente ihres Lebens. Bis zu diesem einen Moment, bis zu diesem einen Tag, an dem alles anders werden sollte, an dem sich ihr Leben für immer verändert hatte.
Ylva hatte die Erinnerung an dieses Gespräch immer geliebt und sie liebte es immer noch, auch heute, da sie es zum ersten Mal wagte, sich zu erinnern, sie musste sich erinnern, denn bis heute, hatte sie alles sorgsam weggeschoben, weit, weit von sich, um nicht daran zu denken und nicht in Tränen auszubrechen, nicht noch mehr, als ohnehin schon. Sie hatte alles was sie so verletzlich machen konnte weggeschlossen, in ein Kästchen gesperrt, bis sie bereit war, es zu öffnen, an einem Ort, wo jeder hinkommen konnte, wo sie sich jedoch vollkommen alleine fühlte, an diesem Ort, der sie so sehr an ihren Vater erinnerte, obwohl sie nie gemeinsam hier gewesen waren, ihr Wald war immer der Wald in Akureyri gewesen, kein anderer. Aber das hier war England und diese Erinnerung würde sie jetzt wieder im Kopf haben, diese Erinnerung würde von nun an die Tränen hervorrufen, so wie sie jetzt die Tränen hervorrief, gegen die Ylva sich einfach nicht wehren konnte und nicht wehren wollte. Dazu hatte sie keine Kraft. Die Erinnerung überflutete sie und gab ihrer Trauer neue Kraft. Er hatte sie verlassen, ihr Vater war gegangen und hatte sie hier allein gelassen, alleine mit den Gefühlen, die viel zu viel für sie waren, mit ihrer Mutter und ihren Brüdern, denen sie nicht helfen konnte, weil sie selbst absolut zerstört war. Wie sollte sie gegen so eine Trauer ankämpfen, nur mit Erinnerungen? Sie wusste, dass das die Emotionen waren, die sich jetzt auf ihrem Gesicht wiederspiegelten, Trauer, Verzweiflung, Wut, Resignation. Ylva konnte sie fühlen, tief in sich, wo sie alles nahmen, was sie ihnen gab und auch das, was sie vor ihnen zu verstecken suchte, was sie vor ihnen retten wollte. Sie nahmen alles und sie krochen von ihrem Bauch direkt in ihr Gesicht, erzählten allen Menschen der Welt, wie es ihr ging, obwohl sie sich wünschte, sie könnte diese Gefühle für sich behalten, für sich allein. Niemand sollte diese Gefühle sehen, ihre starken Gefühle, die die einst so voller Liebe gewesen waren, Liebe für alle, für jeden einzelnen Menschen, insbesondere jedoch für ihre Freunde, für ihre Familie, für die, die nicht nur sahen, wie es ihr ging sondern auch wussten, was zu tun war, für die, die sie kannten und die sich um sie kümmerten. Jetzt war Trauer das Gefühl, dass in ihrem Bauch saß und sich dort nieder gelassen hatte. Trauer dominierte ihr Leben, das Gefühlschaos in ihrer Seele und Trauer war es auch, die sich ununterbrochen in ihrem Gesicht spiegelte, ob mit Tränen oder ohne. Die Trauer war immer da und es war nicht schwer, sie zu erkennen. Und das war es, was Ylva hasste, sie wollte nicht, dass jeder sehen konnte, wie sehr sie litt, wie tief die Wunde in ihrem Herzen war und wie schrecklich das Narbengewebe sein würde, dass vielleicht eines Tages zurückblieb, sollte die Wunde sich jemals ansatzweise schließen. Das sollte niemand sehen, diese Gefühle sollten ihr gehören, denn diese Gefühle würden andere verschrecken, solch starke Trauer, die ihr ununterbrochen ins Gesicht geschrieben stand, würden nur sehr wenige Menschen nachvollziehen und verstehen können und nur wenig könnten damit umgehen, könnten das richtige Tun und Sagen und trotzdem wirken, als wäre das alles ganz natürlich, als sagten sie niemals etwas anderes, niemals diese Dinge, die einen Menschen wie Ylva aus der Bahn werfen würden. Nein, sie wollte nicht, dass jemand Angst vor ihr hatte und dass sich niemand mehr traute, sie anzusprechen. Trotzdem war diese Trauer auch ein Schutzschild, dass sie vor denjenigen beschützte, die es nicht wussten. Die Trauer in Ylvas Gesicht verriet allen Menschen, dass es ihr schlecht gingen, und beschützte sie dadurch vor denen, die nicht damit umgehen könnten, denn die machten unweigerlich und manchmal sogar unbeabsichtigt einen Bogen um sie, als müsse man Angst vor ihr haben, Angst vor ihr und ihrer Trauer, die kein Mensch der Welt spüren wollte, die sie auch niemandem wünschte.
Nichts würde das hier jemals ganz aufheben, diese Gefühl von Einsamkeit, das sich in ihr ausbreitete. Hier im Wald, auf dieser Lichtung war sie nicht nur einsam sondern tatsächlich allein, der Unterschied war riesig, sie konnte einsam sein ohne Angst davor haben zu müssen, dass jemand sie sah. Ylva musste wieder an das kleine Mädchen denken, dass seinen Vater nicht verlieren wollte. Dafür war es jetzt zu spät und das Mädchen hatte seinen Vater verloren. Doch Ylva war nicht wirklich wütend auf ihn, er hatte sie zwar verlassen, doch das hatte er nie gewollt und sie liebte ihn immer noch so sehr.
Auf einmal hatte sie das Bedürfnis zu malen, die Szene festzuhalte, für immer und sie dadurch niemals zu vergessen. Auch wenn es weh tat, zu wissen, dass er gegangen war und, das wurde ihr jetzt erst richtig klar, nie, niemals zurück kommen würde, wollte sie dennoch nicht vergessen, was er ihr gesagt hatte. Vielleicht fühlte sie sich dadurch eines Tages weniger einsam.
Also kramte sie aus ihrer Umhängetasche eine Zeichenblock und einen Bleistift hervor und verlor sich noch einmal in der Erinnerung und in der Liebe, die überall um sie herum gewesen war. Dann begann sie zu zeichnen. Ein Strich nach dem anderen, um ihren Vater noch einmal mehr auf einem Bild festzuhalten.
Doch ein Geräusch schreckte sie auf, kaum dass sie die ersten Konturen erkennen konnte. Jemand schien auf einen Baum zu klettern oder davon runter. Sie war nicht allein. Ergebnislos versuchte sie ein paar Tränen wegzuwischen. Als würde das jetzt noch etwas ändern. "Tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe", erklang auch schon eine bekannte Stimme neben ihr und als Ylva sich umdrehte erkannte sie Victoria, die den Arm um sie legte. Victoria war im selben Schlafsaal und Ylva mochte die gleichaltrige Ravenclaw. Dann fiel ihr etwas ein. Hatte nicht Victoria vor Jahren ihren Bruder verloren? Und Ylva konnte in Victorias Gesicht Gefühle erkenne, die auch in ihrem eigenen zu lesen waren, als sie fragte: "Was ist passiert? Möchtest du es mir erzählen?" Ylva war sich nicht sicher, ob sie es erzählen wollte, ob sie es überhaupt konnte, es tat so weh und es saß so tief. Außerdem hatte sie Angst, Angst davor, es auszusprechen und Angst davor, etwas zu sagen, das Victoria Angst machen könnte. Andererseits konnte Victoria sie vielleicht verstehen, besser verstehen, als alle anderen. Schließlich hatte sie das gleiche durchgemacht und fühlte sicher auch diesen quälenden Schmerz. Ylva wollte reden, sie wollte es erzählen. Unbedingt. Ein klein wenig Hoffnung stieg in ihr auf, nicht wirklich viel. Sicher nicht genug, um lange zu überleben, aber sie machte ihr Mut. „Ich weiß nicht ob ich es sagen kann.“, gestand sie dem Mädchen und fuhr gleich darauf fort, um sich ja nicht durch die eigenen Sorgen davor abringen zu lassen. „Ich habe Angst, es dadurch wahr zu machen. Ich habe das Gefühl, als könnte er wieder kommen, solange ich nur daran glaube und nicht laut ausspreche, was passiert ist, es am besten nicht einmal denke.“ Das Geständnis schmerzte sie. Ylva hatte sich immer für Intelligent gehalten, doch was sie gerade gesagt hatte war nicht unbedingt das, was man allgemeinhin logisch nannte. Trotzdem, genau so fühlte Ylva sich und es tat gleichzeitig gut, das ausgesprochen zu haben, den Schmerz in der Stimme nicht verbergen zu müssen. „Ich weiß nicht, wie lange ich mir selbst noch etwas vor machen kann, ich wünschte, ich müsste mir keine Gedanken darum machen. Ich wünschte, ich müsste mir keine Sorgen um meine Mom machen, darum, dass sie sich jede Nacht in den Schlaf weint und glaubt, ich könnte es nicht hören. Ich will mich nicht um meine Brüder sorgen müssen, ich will nicht, dass mir jedes Mal die Angst und die Hoffnung die Kehle zuschnüren, wenn das Telefon klingelt. Immerzu muss ich denken, dass sie sich vielleicht geirrt haben oder dass noch jemand tot ist. Ich möchte wieder lachen können und ich möchte nicht jeden Morgen mit dem Gedanken aufwachen, dass er mir keinen Kakao mehr machen wird und ich möchte nicht jeden Abend ins Bett gehen, mit dem Gedanken, dass er mir nie wieder eine Geschichte erzählen wird.“ Ylva musste lächeln, ein trauriges, kleines Lächeln, während Tränen ihre Wangen hinab rollten. „Er war der beste Geschichtenerzähler der Welt, weißt du. Er hat sie ganz spontan erfunden und mir jedesmal eine neue erzählt, wenn ich ihn darum bat.“ Ylvas Hand verkrampfte sich um den Bleistift, den sie immer noch hielt, als sie erneut in Tränen ausbrach. „Ich fühle mich so allein.“ Brachte sie zwischen zwei Schluchzern hervor. Dann konnte sie nicht mehr reden, obwohl es noch so viel gab, das sie erzählen wollte. Doch ihre Gefühle liefen über, die Trauer war so stark. Sie hatte dies schon oft gedacht, aber es war so viel schmerzhafter es auszusprechen, obwohl sie es noch nicht gesagt hatte. Das war nur eine Frage der Zeit, sie musste es irgendwann sagen und jetzt war ein guter Moment, auch wenn sie weinte, ihre Gedanken waren geordneter, als sie erwartete hätte. Die Erinnerungen lasteten schwer auf ihr. Ylva sah Victoria an und hoffte so sehr, dass sie verstand, dass endlich jemand verstand und dass sie es nicht sagen musste, dass sie darum herumkam, auch wenn sie sich nur selbst betrog. Ylvas Einsamkeit, Sorge, Verzweiflung brachen aus ihr hervor und überschwemmten ihr Gesicht. Ihr Weinen war ein lautes Weinen, eines, das verriet, wie tief ihr Kummer sitzen musste. Ganz anders als die stummen Tränen, die doch nicht weniger gefühlvoll gewesen waren.
Ihre Hand löste sich von ihrem Stift und die andere Hand ließ den Zeichenblock fallen. Sie hatte keinerlei Kontrolle mehr über ihren Körper, ihre Gefühle überrollten ihn einfach und sie konnte nicht verhindern, dass er von Schluchzern geschüttelt wurde. Gleichzeitig arbeitete ein kleiner Teil ihres Gehirns weiter und fragte sich, ob Victoria nun weglaufen würde, sie musste doch ein grauenhafter Anblick sein für jemanden, der den Schmerz kannte vielleicht sogar noch mehr, als risse sie schlecht verheilte Wunden auf mit ihren Gefühlen. Und immer noch hatte Ylva Angst, dass sie jetzt wirklich vollkommen allein und verlassen zurückblieb, wenn Victoria ging, weil sie es nicht aushielt. Die Angst ließ sie sich wieder schütteln und als Ylva den Mund öffnete drangen nur traurige Laute daraus hervor, nichts, dass irgendein Wort ergab. Nun vielleicht konnte man ein Daddy heraushören, wenn man sich Mühe gab. Aber sprechen konnte Ylva immer noch nicht. Dabei wollte sie noch so viel sagen, wollte es loswerden, es sich von der Seele reden, bevor Victoria weglaufen konnte. Ylva wollte ihr erzählen, dass sie nicht allein sein wollte und sich trotzdem in die Einsamkeit flüchtete, sie wollte erzählen, dass sie nicht mehr wusste, was sie sagen sollte, nicht mehr wusste, was sie denken sollte, tun sollte. Ihr Leben erschien ihr lange nicht so lebenswert, wie noch vor einem Monat, wie noch an ihrem Geburtstag. Aber sie konnte nichts davon sagen, wartete nur darauf, dass Victoria irgendetwas tat.
Schließlich hatte sie keine Kraft mehr, um so stark zu weinen und aus dem sich unter Schluchzern windenden Körper wurde wieder ein halbwegs normal wirkender. Ihre Augen konnten kaum noch Tränen produzieren und sie war vollkommen ausgelaugt. Ihr Pullover und ihr Gesicht waren absolut durchnässt, aber ihre Gefühle saßen immer noch in ihrem Inneren und kämpften darum, ein weiteres Mal auszubrechen, obwohl sie sich dagegen wehrte.
„Ich glaube ich kann wieder reden, aber es tut so, so weh. Ich weiß nicht, wie viel ich sagen kann. Eigentlich will ich gar nichts sagen, aber andererseits kann ich es nicht mehr aushalten, nichts zusagen. Nicht einmal meine Bilder können meine Trauer noch ausdrücken. Sie ist zu stark. Ich habe Angst, dass sie mich vernichtete, von Innen heraus zerfrisst. Und ich habe Angst, dass due jetzt gehst. Ich weiß nicht mehr, wie es mir wirklich geht, weil ich jeden Tag nur noch traurig bin. Egal was auch passiert, ich freue mich nicht mehr. Nicht mehr wirklich. Doch, eigentlich schon. Aber die Freude geht einfach unter zwischen all der Verzweiflung, all dem Schmerz, dass ich sie gar nicht bemerke. Der Kummer erstickt sie mühelos, als gäbe es sie gar nicht. Verstehst du? Verstehst du mich? Ich wünsche mir so sehr, dass jemand mich versteht.“ Ylva machte sich sofort wieder Sorgen, dass das nun endgültig zu viel war. Aus ihren Augen traten schon wieder neue Tränen und ihre Stimme zitterte, als sie fragte: „War das zu viel, wirst du jetzt gehen?“ Sie war sich nicht mehr sicher was für eine Antwort sie erwartete, vielleicht spielte es auch keine Rolle, schließlich würde sie heute Abend wieder weinen, ganz leisem so dass niemand sie hören konnte. Daran konnte auch ein Gespräch nichts ändern. Um die Tränen zu trocknen würde sie viel mehr benötigen. Zeit und Ruhe und noch mehr Verständnis. Aber selbst das konnte im Moment nicht helfen, nicht jetzt, wo ihr Herz so schmerzte, weil sie ihren Vater mehr vermisste, als sie jemals geglaubt hatte jemanden vermissen zu können, mehr als sie ertragen konnte.
Ylva warf einen kurzen Blick auf Victoria und musste es dann einfach sagen, sie konnte nicht anders: „Ich vermisse ihn, ich vermisse ihn so sehr.“ Vielleicht war das die wichtigste Erkenntnis für sie, dass sie ihn einfach unglaublich doll vermisste und es half, es ausgesprochen zu haben, auch wenn der klang der Wörter ihren Schmerz erneut anfachte. Wie konnten so wenige, einfach Wörter, eine Aneinanderreihung von Buchstaben, von Lauten, einem so sehr ins Herz schneiden? So sehr, dass man sich wünschte, ganz weit weg zu sein und ihren Klang niemals mehr vernehmen zu müssen, weil sie den mühsam zurückgehaltenen Tränen einen Weg bahnten, dem diese einfach folgen konnten.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Di März 15, 2011 11:57 pm

Daphne && Adrian

Adrian schaute Daphne ein wenig kritisch an... Wie sie sich hier gegenseitig die Zungen in den hals gesteckt hatten... Das war surreal...
"Ja, komm, da lang...", murmelte er leise und ging mit ihr wieder in Richtung Zeltplatz... Wenn es denn die richtige Richtung war. "Ich hoffe nur, dass es keine Werwölfe hier her verschlagen hat...", murmelte Adrian leise.
Wie sollte sich jetzt ihr gegenpber verhalten? Er konnte sich doch nicht einfach normal verhalten, schliesslich hatten sie sich geküsst! Sie hatten sich geküsst!
So richtig geküsst...
Sollten sie einfach niemals wieder ein Wort darüber verlieren? Nein, so konnte das nicht gehen... Aber derzeit gab es einfach keine andere Möglichkeit.
Er schaute sie von der Seite an, während er ging, dann schaute er wieder stur geradeaus.
Oh Mann...
Dass der Abend diese Wendung nahm, hatte er zwar gehofft, aber nicht, dass er sie so nahm...
"Das tut mir wirklich Leid...", so ein blöder Idiot war er, sagte auch noch etwas dazu!
Mann... Er war echt zum reinschlagen da...
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Daphne Rosier
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mi März 16, 2011 12:43 am

Adrian & Daphne

Schweigend ging sie neben Adrian her. Immer wieder spielte sie diese Situation vor ihrem geistigen Auge ab. Sie hatte ihn echt geküsst. Ihre Eltern würden sie umbringen wenn sie das wüssten. Und Daphne hoffte, dass sie es niemals erfahren würden. Doch so sicher war sich Daphne da nicht. Irgendwie erfuhren die Rosiers immer alles was mit Daphne zutun hatte. Doch wie sollten sie denn das nun herausfinden? Zumal keiner sonst im Wald. Und weil niemand da war ist es passiert. Am liebsten hätte sich Daphne an den Kopf gehauen. Allerdings bereute sie den Kuss auch nicht. Und wieso sollte sie ihn auch bereuen? Da gab es keinen Grund zu nach Daphne's Meinung nach. Eigentlich hatte ihr niemand zu sagen wen sie zu küssen hatte und wen nicht. Allerdings wollte die blonde Slytherin auch nicht, dass die Eltern enttäuscht von ihr waren. Ganz leise vernahm sie ein Murmeln von Adrian. Er sagte irgendwas über Werwölfe...sofort blieb Daphne stehen. Daphne hatte Respekt vor Werwölfen, ja man konnte sagen das sie Angst vor denen hatte. Und dennoch verstand sie sich mit Fenrir Greyback. Allerdings auch nur mit äußerster Vorsicht. Nie kam sie ihm zu nahe oder sprach viel mit ihm. Denn sie wollte ihn niemal beleidigen. Niemals würde sie irgendeinem Menschen einen Werwolf - Angriff wünschen, selbst Swantje nicht. Auch wenn sie diese nicht sonderlich gern hatte. Aber in den Augen der Slytherin Schönheit verdiente sowas niemand. "Werwölfe?",fragte sie auch sogleich ängstlich nach und sah sich um. Hoffentlich waren hier keine. Aber was wenn doch? Ja dann waren sie bestimmt total im Eimer. Niemand würde ihnen helfen können, denn dafür waren sie bestimmt noch zu weit vom Zeltplatz entfernt. "Meinst du es gibt hier Werwölfe?",fragte sie Adrian nun und sah ihm wieder an. Man konnte ihr deutlich ansehen, dass sie richtige Angst vor dieser Vorstellung hatte. Wieder wanderte ihr Blick über den Wald. Und da hörte sie seine Entschuldigung. Verwirrt blinzelte sie und sah ihn an. Wieso entschuldigte er sich? Für den Kuss? "Adrian, dafür brauchst du dich nicht zu entschuldigen. Ich meine es war wirklich schön.",winkte sie seine Entschuldigung ab. Kurz schenkte sie ihm ein lächeln. Die ganze Zeit während sie sprach hatte sie Adrian angesehen, doch jetzt wo sie fertig war sah sie kurz wieder durch die Dunkelheit. Hoffentlich gab es hier keine Werwölfe. Und falls doch, dann würden sie es hoffentlich heil aus dem Wald rausschaffen.
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Victoria Storm
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mi März 16, 2011 5:41 pm

Victoria & Ylva

„Ich weiß nicht ob ich es sagen kann.“, antwortete Ylva und Victoria sah, wie schwer es ihr fiel. Ylva zögerte merklich, bevor sie weitersprach: „Ich habe Angst, es dadurch wahr zu machen. Ich habe das Gefühl, als könnte er wieder kommen, solange ich nur daran glaube und nicht laut ausspreche, was passiert ist, es am besten nicht einmal denke.“
Vioctoria wusste, was in Ylva vorging, sie selbst hatte sich bis zum heutigen TAg nicht dazu durchringen können, irgendwem von Waynes Tod zu erzählen. "Du wirst ihn wiedersehen", flüsterte sie so leise, dass sie sich nicht sicher war, ob Ylva sie verstand. Sie war sich sicher, dass sie ihren Bruder wiedersehen würde, spätestens, wenn sie selbst tot war. Victoria glaubte daran, dass im Jenseits alle Menschen wieder auf einander trafen, alle. Manchmal träumte sie nachts davon, wie es wohl wäre, wenn sie tot wäre und ihm im Jenseite wieder begegnete. Sie sah dann sein Gesicht vor sich, mit einem breiten Lächeln, und hörte ihn erzählen, wenn er alles getroffen hatte. Auch jetzt meinte sie fast, seine Stimme zu hören. "Glaub mir, Vicky", schien er zu sagen, "ich habe ihn wirklich getroffen, Josh Crane, echt, so glaub mir doch."
Josh Crane, ja, den würde er treffen wollen. Er war ein Quiddichtspieler gewesen, wann und bei wem, wusste Victoria nicht mehr. Er war auch recht unbekannt gewesen, doch Wayne hatte irgendwo Aufzeichnungen über ihn ausgegraben und war total begeistert von ihm gewesen.
Victorias Gedanken wurden von Ylva unterbrochen, die ihr erzählte, wie sie sich fühlte, was sie dachte. Victoria hörte ihr zu, hörte, wie Ylva fast exact die Gefühle beschrieb, die sie selbst nie hatte in Worte fassen können und wollen. Dann fing sie wieder an zu weinen und Victoria zog sie an sich und hielt sie fest. "Ich fühle mich so allein", brachte sie heraus. Toria hielt sie ganz fest und versicherte ihr mehrfach, dass er, aus Ylvas Worten hatte sie geschlossen, dass es ihr Vater war, immer bei ihr sein würde, über sie wachte und dass er weiterlebte, solange er nicht entgültig vergessen war. Ylva wurde von heftigen Schluchzern geschüttelt und die Tränben liefen über ihr Gesicht.
„Ich glaube", sagte sie, als sie wieder etwas ruhiger geworden war, " ich kann wieder reden, aber es tut so, so weh. Ich weiß nicht, wie viel ich sagen kann. Eigentlich will ich gar nichts sagen, aber andererseits kann ich es nicht mehr aushalten, nichts zusagen. Nicht einmal meine Bilder können meine Trauer noch ausdrücken. Sie ist zu stark. Ich habe Angst, dass sie mich vernichtete, von Innen heraus zerfrisst. Und ich habe Angst, dass due jetzt gehst. Ich weiß nicht mehr, wie es mir wirklich geht, weil ich jeden Tag nur noch traurig bin. Egal was auch passiert, ich freue mich nicht mehr. Nicht mehr wirklich. Doch, eigentlich schon. Aber die Freude geht einfach unter zwischen all der Verzweiflung, all dem Schmerz, dass ich sie gar nicht bemerke. Der Kummer erstickt sie mühelos, als gäbe es sie gar nicht. Verstehst du? Verstehst du mich? Ich wünsche mir so sehr, dass jemand mich versteht.“
"Ich weis, was du meinst", wollte Victoria ihr versichern, als Ylva mit zitternder Stmme fragte: „War das zu viel, wirst du jetzt gehen?“
"Nein", antwortete sie und hörte, dass ihre Stimme so viel Mitgefühl ausstrahlte, wie lange nicht mehr, "ich bleibe bei dir. Du musst mir nichts erzählen, wenn du nicht magst, aber ich bleibe bei dir, solange, bis du mich wieder loswerden möchtest"
Das würde sie auf jeden Fall tun. Als Wayne gerade erst tot war, hatte sie sich so oft nach jemandem gesehnt, der einfach nur bei ihr war, sie beschützte vor der Welt mit ihren vielen Menschen, die sie ja doch nicht verstehen würden. "Ich weiß, wie du dich fühlst", begann Victoria nach einiger Zeit des Schweigens, "Ich bin mir nicht sicher, ob du es weist, aber mein Bruder Wayne ist... ", sie zögerte ein Sekunde, bevor sie aussprach, was sie noch nie über die Lippen gebracht hatte, "gestorben."
Sie wusste selbst nicht, warum sie es aussprach. Doch sie hatte das Gefühl, es könnte ihr dann endlich besser gehen. Außerdem war Ylva eine der wenigen, die sie verstehen konnten und denen sie vertraute. Und so erzählte sie ihr, was sie noch nie in all den Jahren ausgesprochen hatte. "er stab vor acht Jahren. Es... es war an unserm Geburtstag. Wir, Wayne, meine Eltern und ich, sind mit dem Boot auf die Nordsee gefahren. Eigentlich war es ganz herrlich, es war zwar eiskalt, aber das war uns egal. Wir hatten Brote mit und heißen Kakao, mit Vanille, so wie wir ihn am liebsten mochten. Aber dann ist es passiert. Es war wie in einem Traum, weist du, wo erst alles freidlich ist und es dann plötzlich zu einem Alptraum wird. Ich stand vorne und habe auf das Meer gesehen und dann habe ich ihn...", sie brach ab, als die Erinnerungen an diesen schicksalhaften Tag sie wieder einholten. Sie meinte, wieder den Wind in ihrem Haar zu spüren, wieder das Salz der Nordsee zu riechen, wieder die grauen Fluten vor sich zu sehen. Und wieder seinen Schrei zu hören. Ein Schrei, der sie immer noch in ihre Alpträume verfolgte, ihr beim Aufwachen in den Ohren klang. Ein Schrei, voller Angst, Erschrecken und Hilflosigkeit. Sie wollte weiter sprechen, doch die Tränen, die sie schon seit heute morgen versucht hatte, zurück zu halten, ließen sich nicht länger einschließen und rannen über ihr Gesicht und tropften auf ihr Shirt und den kühlen Waldboden. Sie versuchte, die Tränen wegzublinzeln, doch es waren zu viele, viel zu viele. Sie wischte sie mit dem Ärmel weg und die wimperntusche, die sie heute morgen verwendet hatte, in der Hoffnung, sie ausnahmsweise nicht mit Tränen auf ihrem Gesicht zu verschmieren, hinterließ schwarze Streifen auf dem blassgrünen Stoff. Sie sollte jetzt nicht umherheulen, damit tat sie Ylva auch keinen Gefallen, doch sie konnte nicht anders. "Ich habe seinen Schrei gehört", brachte sie endlich heraus. Dann schüttelte sie resigniert den Kopf. "Warum erzähle ich das eigentlich?", fragte sie, "Du willst das bestimmt nicht hören und mir tue ich damit auch keinen Gefallen. Verdammt, ich... "
Eigentlich hatte Sie gar nicht gewusst, was sie sagen sollte und der einzige Grund, der sie daran hinderte, loszustottern, war der, dass sie gerade wieder in Tränen ausbrach. Mal wieder. Sie konnte einfach nicht mehr. Sie versuchte immer, nicht zu weinen, nichts zu tun, was darauf schließen ließ, dass sie immer noch um Wayne trauerte, als sei es gestern gewesen, nur um ihrem Vater keinen Anlass zu geben, sie als schwach zu beschimpfen und in ihr Zimmer zu schicken, bis "sie sich wieder beruhigt habe". Sie würde so froh sein, wieder nach Hogwarts zu kommen, auch wenn die anhaltenede gute Laune im Gemeinschaftsraum oft nicht leicht zu ertragen war. Die Tränen liefen über ihr Gesicht und die Wimperntusche sah mittlerweile vermutlich aus, wie indianische Kriegsbemalung. "Hab ich jetzt dich verschreckt?", fragte sie und musste unter Tränen lächeln. "Es tut mir leid. Aber... ich kann einfach nicht anders", murmelte sie, als sie sich wieder halbwegs gefasst hatte. Sie lehnte sich an einen Baumstamm und schloss kurz die Augen. "Dir geht's verdammt noch mal dreckiger als mir und trotzdem bin ich die, die dich voll heult", versuchte sie sich erneut zu entschuldigen. Sie hatte heute mal wieder ausgesprochen wenig Taktgefühl an den Tag gelegt. Das war typisch für sie. Sie wusste, was Ylva fühlte und hatte trotzdem nichts besseres zu tun, als ihr auch noch die eigenen Sorgen aufzuhalsen.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 20, 2011 2:39 am

Daphne && Adrian

Sie schien ziemlich angestrengt nachzudenken. Adrian war sich sicher, dass sie gerade über tausend Dinge nachdachte, tausend und eine Sache... Doch er dachte nicht so viel über diesen Kuss nach. Es war ein gewöhnlicher Küss gewesen, war ja nicht so, als wäre es der erste gewesen.
Er betrachtete sie und ging dann voran. Das Laub unter seinen Schuhsohlen raschelte und er hörte ihre unsichere, vielleicht sogar ängstliche, Stimme. "Vielleicht. Aber ich bezweifle dass irgendjemand sich hier rumtreibt... Also ein Werwolf.", meinte er bloss, nicht sonderlich an dem Thema interessiert. Sie hatten ja ihre zauberstäbe. Und ausserdem glaubte Adrian nicht wirklich daran, dass es hier Werwölfe gab. Überhaupt glaubte er nicht so recht, dass es hier überhaupt etwas anderes gab als Bäume, Kriechzeugs und Blätter. Ach und sie beide.
Doch sie schien eine Höllenangst zu haben. Er lächelte bloss aufmunternd und seine hand streifte ihre... Vorsichtig nahm er ihre Hand und drückte sie leicht.
"Wir sind bald wieder auf dem Zeltplatz", versicherte er ihr mit ruhiger Stimme und schaute wieder nach vorne, ihre schlanke Hand immer noch in seiner.
"Adrian, dafür brauchst du dich nicht zu entschuldigen. Ich meine es war wirklich schön.", etwas in ihm zog sich schmerzhaft zusammen... Es war schön gewesen? Oh Mann... "Achja?", fragte er lächelnd. Doch das Lächeln erreichte seine Augen nicht... Es war nicht wirklich ehrlich gemeint.
Denn Adrian gefiel es auf irgendeine Art und Weise nicht, dass sie es schön gefunden hatte.
Vielleicht lag es ja daran, dass er ihr nicht zwingend gefallen wollte? Sie dachte er war jemand, der er nicht war... Hatte er da das Recht, für sie interessant zu sein? Aber über Recht und Unrecht wollte er nicht nachdenken... "Nun... Das fand ich auch...", gestand er. Es war auch nicht gelogen, es war schön gewesen.
Sein Griff um ihre Hand wurde jedoch schwächer... Irgendwie gefiel ihm diese Nähe nicht. Der Ravenclaw konnte es nicht so recht beschreiben.
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Daphne Rosier
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So März 20, 2011 11:23 pm

Adrian & Daphne

Wie es schien interessierte ihn das Thema Werwölfe nicht sonderlich. Dafür interessierte es Daphne umso mehr. Sie konnte diese Geschöpfe nicht leiden. Irgendwie fand sie diese gruselig und furcht einflößend. Das war wohl das einzige wovor sie richtige panische Angst hatte. Allerdings schaffte es Adrian sie wieder einigermaßen zu beruhigen. Zwar konnte sie ihre Angst nicht ganz abstellen, aber als er ihre Hand nahm umfasste sie seine dankbar. Ja es tat ihr gut, dass er ihre Hand nahm. So fühlte sie sich sicher. Als er ihr etwas dazu sagte nickte sie nur. "Okay!",meinte sie nun leise zu ihm. Als sie dann was zu seiner entschuldigung erwiderte wurde er anders. Irgendetwas schien ihm nicht gepasst zu haben, aber Daphne kam beim besten Willen nicht darauf was es sein könnte. Hatte sie etwas falsches gesagt. Doch es schien wohl nicht an ihr zu liegen. Er meinte das er es auch schön fand. Diese Worte beruhigten sie irgendwie etwas allerdings sah sie das das lächeln nicht seine Augen erreichte und das wurmte sie schon mehr. Als er dann auch noch seinen Griff um ihre Hand lockerte wurde sie nun total sauer. Schnell entzog sie ihm ihre Hand wieder und funkelte ihn wütend an. Sie mochte ihn sehr und genau deswegen regte es sie so auf, dass er so war. "Ich weiß nicht wo dein Problem liegt,Adrian. Aber wenn du mich nicht leiden kannst und meine Nähe nicht magst, dann sag es vorne raus. Aber lüg mich verdammt nochmal nicht an. Verstanden?",fragte sie ihn nun wütend. Kurz fuhr sie sich durch ihre blonden Haare. "Und ich gehe nun wieder zum Zeltplatz! Dir noch viel Spaß!",zickte sie ihn weiter an und marschierte dann zum Zeltplatz. Nachdem sie ein wenig weiter gegangen war konnte sie von weitem schon sehen das sie gleich am Zeltplatz sein würde.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mo März 21, 2011 6:39 pm

Daphne&&Adrian

Er merkte, dass sie sich beruhigte und lächelte schwach. Gut, dass sie sich beruhigte, es gab keinen Grund Angst zu haben. Hier gab es keine Werwölfe... Zumindest nicht unmittelbar in ihrer Nähe.
Er musterte sie von der Seite und nickte auf ihre Erwiderung hin.
Sie gingen noch eine Weile weiter und sprachen und irgendwie starrte sie ihn von der Seite an. Er erwiderte ihren Blick bewusst nicht, tat einfach, als merke er es nicht.
Auf einmal entzog sie ihm ihre Hand und er schaute sie fragend an. Auf die Antwort musste er nicht lange warten. "Ich weiß nicht wo dein Problem liegt,Adrian. Aber wenn du mich nicht leiden kannst und meine Nähe nicht magst, dann sag es vorne raus. Aber lüg mich verdammt nochmal nicht an. Verstanden?", am liebsten hätte er jetzt 'WTF?' gesagt. Aber er verkniff es sich.
Was hatte sie denn jetzt schon wieder?
"Und ich gehe nun wieder zum Zeltplatz! Dir noch viel Spaß!", dann marschierte sie davon.
Er hob die Brauen und ging einfach weiter, holte sie schon bald ein. "Weisst du was? Das Problem liegt nicht bei mir, sondern bei dir. Du bist eine Zicke, egal was ich tu, es ist dir nicht recht und wenn du mir so kommst, dann kannst du dich allein durch dieses... Gekreuch hier kämpfen, mir egal. Bei mir brauchst du dich gar nicht mehr zu melden, Prinzessin!", zischte er sie an und trat von ihr zurück. "Viel Spass noch!", mit diesen Worten apparierte er zum Zeltplatz... Dass er nicht früher darauf gekommen war, wunderte ihn schon.

tbc: Zeltplatz
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Daphne Rosier
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mo März 21, 2011 9:50 pm

Adrian & Daphne

Gleich nachdem sie ihn so angemacht hatte tat es ihr wieder leid. Sie hätte ihn ja darauf ansprechen können, aber sie hätte nicht gleich so ein Theater machen müssen. Doch wieder einmal hatte ihre Zickerei die Oberhand gewonnen. Das war schlecht und sie hatte das Gefühl, dass sie es sich so wohl ziemlich bald mit Adrian verscherzen würde. Als er sie dann wieder aufholte sah sie ihn kurz an und ging weiter. Doch seine Worte ließen sie erstarren. "Weisst du was? Das Problem liegt nicht bei mir, sondern bei dir. Du bist eine Zicke, egal was ich tu, es ist dir nicht recht und wenn du mir so kommst, dann kannst du dich allein durch dieses... Gekreuch hier kämpfen, mir egal. Bei mir brauchst du dich gar nicht mehr zu melden, Prinzessin!". Wie vom Donner gerührt starrte sie auf die Stelle wo eben gerade noch Adrian gestanden hatte. Zum ersten Mal in ihrem Leben machte sie sich Gedanken darüber was ihr jemand an den Kopf geworfen hatte. Normalerweise war es ihr sowas von egal was die Leute über sie dachten oder zu ihr sagten. Doch diesmal war es anders. Daphne dachte darüber nach ob es der Wahrheit entsprach was Adrian zu ihr gesagt hatte. War sie wirklich so eine Zicke? Anscheinend schon sonst würde er sie ja nicht so beschimpfen. Und aus irgendeinem Grund wollte sie nicht das er sie so sah. Sie wollte für ihn keine Zicke sein. Ihr war es egal was die anderen dachten, aber es war ihr nicht egal was Adrian über sie dachte. Mit dem Theater hatte sie gerade alles kaputt gemacht. Eine leise Träne rollte über ihre Wange. Schnell wischte sie diese wieder weg. Was war nur mit ihr los? Wieso fing sie wegen Adrian an zu weinen? Das verstand sie nicht. Aber sie wusste das sie schnell zum Zeltplatz musste um sich bei Adrian zu entschuldigen. Vielleicht war es die einzige Möglichkeit wieder alles in Ordnung zu bringen. Und sie hoffte das er ihr Verzeihen würde. Mit diesen Gedanken lag sie das letze Stück zum Zeltplatz zurück.

tbc: Zeltplatz
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   So Mai 01, 2011 1:25 am

Victoria & Ylva
Life is hard for us
But some day
We will get stronger.


Ylva sah Victoria an, ängstlich, bittend, verwirrt und traurig, vor allem traurig. Sie wusste nicht, wie es so weit kommen konnte, nicht dass sie geglaubt hätte, dass ihre Tränen bereits aufgebraucht waren, oh nein. Denn sie wusste, dass es noch lange dauern konnte, lange dauern würde, bis sie an ihre Vater denken konnte, ohne in Tränen auszubrechen. Allein der Gedanke daran, dass er nicht mehr da war, um sie wie ein kleines Kind zu behandeln, um ihre Freunde misstrauisch zu beäugen, damit ja niemand ihr weh tun könnte, mit ihr über ihre Fehler zu reden, trieb ihr jeden Tag aufs neue die Tränen in die Augen, schon beim aufstehen. Und so würde es noch eine ganze Zeit weitergehen. Ihr graute vor den nächsten Tagen in Hogwarts, wo sie einen Ort finden musste, um für sich zu sein. Sie vermisste all die schrecklichen Dinge an ihm, die sie noch vor einem Monat lauthals verflucht hatte, nur um sich an all seine positiven Seiten zu erinnern und daran zu denken, wie sehr sie ihn liebte. Nicht geliebt hatte, sondern immer noch liebte, mit einer Intensität, die vielleicht sogar noch brennender geworden war, seit er nicht mehr da war, so dass sie es ihm nie sagen konnte.
Sie wünschte sich nur, dass es gereicht hatte, was sie ihm gezeigt hatte, wie sie es ihm gezeigt hatte, in gelegtnlichen Umarmungen, langen Gesprächen und Diskussionen über alles, was in der Welt geschah oder geschehen war, seit ihrem Afrikaurlaub auch häufig das Thema Hungersnot. SIe beide hatten sich das kaum ansehen können, ebenso wenig, wie der Rest der Familie, doch Ylva hatte die Bilder nicht so schnell vergessen können, wie ihre Brüder, immer wieder waren sie ihr in den Sinn gekommen und hatten sie traurig gemacht, aber zugleich einen Tatendrang in ihr erweckt, der jetzt verschwunden war. Sie hatte etwas ändern wollen, hatte den Menschen helfen wollen und ihr Vater hatte sie verstanden, hatte mit ihr gemeinsam über Lösungen nachgedacht und ihr dann eine Geschichte erzählt, darüber, wie sie beide gemeinsam halfen, die Welt zu verbessern, bis er zu einem Ort wurde, an dem alle Menschen glücklich leben konnten.
Und sie hatte immer spüren können, wie sehr er sie liebte, geliebt hatte, vielleicht immer noch liebte, wenn er lieben konnte, dort wo er war. Das war das einzige, was es ihr manchmal erträglicher machte, der Gedanke daran, dass er sie liebte, egal was sie tat, und noch mehr liebte, wenn sie da richtige tat. Sie hatte ihn immer stolz machen wollen, hatte sich so darauf gefreut ihm von ihrem Erfolgen berichten zu können, ob es nun im Unterricht, im Quidditch oder im Umgang mit anderen Personen gewesen war. Er war ihr Vorbild gewesen und der Gedanke daran, dass er sie loben würde hatte sie immer vorangetrieben, hatte sie manchmal dazu gebracht ihre besserwisserische Zunge im Zaum zu halten, und hatte sie in ihrem Wunsch, anderen zu helfen noch bestärkt. Wie sollte sie das jetzt durchstehen, wo er nicht mehr da war, um sie zu umarmen und ihr zu sagen, dass sie alles richtig gemacht hatte, dass er stolz war, oder auch um ihr zu sagen, dass alles gut werden würde, dass er sie trotzdem liebte. Auch wenn sie wusste, dass er schon aufgrund seines Blutstatuses nicht überall beliebt gewesen war, so war er doch perfekt in seiner Rolle als ihr Vater gewesen. Und jetzt blutete ihr Herz, weil er ein Loch zurückließ, dass unheimlich groß war und dass niemand jemals füllen konnte.
Während ihre Gedanken herum gestreift waren und in der Dunkelheit blieben, in der sie nun schon so lange gefangen waren. Hatte ihr Blick sich verschleiert, sie hatte gar nicht mehr gewusst, wo sie sich befand oder mit wem, doch jetzt drang die Welt wieder zu ihr durch und sie sah Victoria an, sah sie und sah in ihrem Gesicht, in ihren Augen etwas, dass sie so lange gesucht hatte, fand das, was sie jetzt gerade brauchte, aber was ihr bisher niemand hatte geben können und obwohl sie sich so sehr gewünscht hatte, dass jemand sie verstand, absolut und ganz und gar, hatte sie es niemandem gewünscht, sie zu verstehen, alles zu verstehen, was sie fühlte, das ganze Wirrwarr aus Verlustangst, die nicht verschwinden wollte, Zweifeln, die tief an der Seele nagten, Schuldgefühlen, die alles Licht unterdrückten, Trauer und Verzweiflung, die einem das Lachen und die Worte im Halse steckenbleiben ließen, denn dazu hätte er es fühlen müssen, all den verzweifelten Schmerz, all die grenzenlose Wut, alles. Und diese Gefühle wünschte Ylva niemandem. Sie wünschte, niemand müsste je verlieren, auch wenn das bedeuten würde, dass sie wirklich ganz und gar allein wäre, noch einsamer, als sie sich fühlte, seit ihr Vater sie verlassen hatte. Seit er so einfach aus ihrem Leben verschwunden war auch wenn er es nicht gewollt hatte. In ihrem Bauch sammelte sich eine riesige Wand aus Zorn, noch höher, als die Angst oder die Verzweiflung. Sie war so unglaublich wütend auf den Werwolf, der ohne mit der Wimper zu zucken ihren Vater getötet hatte, einfach so, nun, vielleicht nicht einfach so, aber voller Genuss, zumindest stellte sie es sich so vor, denn was für ein Werwolf ging bei Vollmond schon mitten in einen Park in der größten Stadt Großbritanniens? Nur einer, der tatsächlich Schmerzen zufügen wollte, töten , oder zumindest verletzen und verwandeln wollte. Ylva hatte schon immer in allen Menschen Gutes gesehen, egal, was sie taten, egal, wer sie waren oder wie sie sich verhielten, immer hatte sie etwas gefunden, dass in ihnen leuchtete, ein kleiner Fleck Gutes, aber in diesem Werwolf konnte sie nichts sehen, was positiv zu bewerten wäre, ihr Blick war getrübt von Tränen, von Trauer, Verzweiflung, Einsamkeit und Wut. Diese Wut war größer, als ihre Friedliebigkeit, viel größer und in ihrer Wut wünschte sie sich, Rache zu nehmen, sie wollte diesen Werwolf irgendwo einsperren, wo er niemals mehr einem Menschen etwas zuleide tun konnte. Sie wollte ihn nicht töten, im Moment nicht, aber sie war nicht weit davon entfernt sich das zu wünschen, nur eines hielt sie davon ab, es würde nichts ändern, es würde rein gar nichts ändern an ihren Gefühlen, sie würde ihren Vater immer noch vermisse, als wäre ein Teil von ihr selbst tot, für immer verschwunden und so war es auch, er war ein Teil von ihr gewesen, hatte über sie gewacht, war ihr Ansporn und Motivation gewesen. Und jetzt war da nichts mehr, außer kalten, leb- und farblosen Erinnerung, als hätte er sie mit ins Grab genommen.
"Du wirst ihn wiedersehen.“ Es war bloß geflüstert, so leise, dass Ylva es kaum hören konnte und es schwebte langsam zu ihr hinüber, setzte sich ganz sanft in ihr Ohr, aber ließ ihre Gedanken nicht mehr los. Ihn wieder sehen! Ihn in die Arme nehmen und ihm sagen, dass sie in liebte und dass sie ihn schrecklich vermisste, dass er bitte zurückkommen sollte. Immer wieder wünschte Ylva sich zurück in die Zeit, als sie noch klein gewesen war, als er ihr noch glaubhaft hatte versichern können, dass alles gut würde. Sie wünschte sich, wieder das kleine Mädchen zu sein, dass tatsächlich geglaubt hätte, sie könne zu ihrem Vater gehen und ihm sagen, dass er wieder kommen solle. Aber das konnte sie nicht, sie würde ihn nicht wieder sehen, zumindest nicht bis sie starb und sie würde ihn niemals bitten, nicht zu viele schreckliche Bilder von ihr, bei ihrem Hogwartsabschluss zu machen oder auf keinen Fall irgendetwas im Ministerium in Gang zusetzen, um ihre bei der Jobsuche zu helfen oder ihren Freund nicht bei jedem Date anzusehen, so als gäbe er ihm das wichtigste auf der Welt mit. Das alles und noch viel mehr hatte sie sich so oft ausgemalt, hatte darüber gegrinst und jetzt sollte es niemals geschehen, jetzt konnte es niemals geschehen.
Ylva schluchzte, während all das, was sie fühlte, alles was sie so unheimlich verletzlich machte, so dass es reichte ihr einige abfällige Sätze zu zu murmeln, um sie aus ihrem inneren Gleichgewicht zu bringen, ihr Tränen in die Augen zu jagen, aber auch zornige Gedanken, zorniger, als je zuvor. Manchmal wusste sie nicht einmal mehr, wer das Mädchen war, dass so aussah wie sie, aber sich so anders verhielt, das ihr so leid tat, aus hier hervorsprudelte, als hätte es nur darauf gewartet, dass endlich jemand kam, der verstand. Immer mehr Tränen schwammen in ihren Augen und sie bemerkte, dass ihre Kleidung langsam nass wurde, doch es machte ihr nichts mehr aus, es war ihr alles so egal, schließlich spielte das in dem ganzen Ablauf des Lebens nur eine verschwindend kleine und unwichtige Rolle, ob ihre Kleidung nass oder trocken war, ob sie weinte oder lachte, das Ende schien unverrückbar am Ende ihre Weges zu stehen und egal was sieht tat, würde sie das selbe Ende erreichen, wie jeden anderen Menschen auch und irgendwann würde nichts mehr an sie erinnern, als hätte es sie nie gegeben. Genau in dem Moment spürte sie Viktorias Umarmung, es war nur ein Flügelschlag im unermesslich langsamen und langen Takt der Zeit, doch für Ylva war er wichtig, um sie zurück in ihren Körper und in ihr Leben zu holen, es gab ihr ein winziges Stückchen ihrer Tatkraft zurück, nahm ihr ein wenig Hoffnungslosigkeit.
Sie hörte, wie Victoria schon wieder etwas sagte, dass ihr den Trost gab, den sie jetzt so dringend brauchte, wie nie zuvor, sie hörte Worte, die sie auch schon gedacht, aber immer wieder verworfen hatte, sie musste aber daran glauben, musste es einfach, denn sonst wäre sie endgültig verloren, voll und ganz, für immer. Doch jetzt hörte sie es, während Victoria sie in den Armen hielt versicherte sie ihr, dass er immer bei ihr sein würde, über sie wachte und dass er weiterlebte, solange er nicht entgültig vergessen war. Und Ylva weinte und weinte, darum, dass er, egal wie lebendig er auch in ihrer Erinnerung sein mochte, niemals mehr ganz da wäre. Auch wenn sie sich denken konnte, was er sagen würde was er tun würde, so konnte sie es doch nicht wissen und er wäre nie da, um sie in den Arm zu nehmen, nie mehr.
Dann brach aus ihr hervor, was ihr so viel Schmerzen bereitete, wieder in einer großen Welle und sie wünschte sich so, so sehr, dass Victoria sie verstand, weil sie jemanden brauchte, der ihr versicherte, dass sie nicht alleine war, auch wenn sie sich so fühlte, doch noch etwas kam ihr in den Sinn und wieder trat die Angst hervor, Angst, andere zu verschrecken, sie mit ihren Gefühlen zu verjagen, doch Victoria blieb und versicherte ihr, dass sie bleiben würde.
"Nein, ich bleibe bei dir. Du musst mir nichts erzählen, wenn du nicht magst, aber ich bleibe bei dir, solange, bis du mich wieder loswerden möchtest" Ylva sah sie wieder an, dankbar diesmal, sie würde sie nicht loswerden wollen und mit diesen Worten hatte sie endlich ein Gefühl von Sicherheit, sie verscheuchten die Angst für eine Moment, wobei das vielleicht gar nicht so sehr an den Worten lag, viel mehr die Wärme und das Mitgefühl ließen der Ravenclaw das Gefühl geben, vollkommen verstanden zu werden. Und tatsächlich wurde sie das auch, denn nun begann Victoria zu erzählen und sie konnte genau den selben Schmerz in ihrer Stimme hören, wie sie ihn fühlte. Und jetzt hörte Ylva zu, hörte Victoria zu, umarmte sie, spendete ihr Trost, genau den Trost, den Victoria ihr geschenkt hatte. Sie war froh, Victoria etwas zurück geben zu können, auch wenn sie die Freude unter allen anderen Gefühlen, all dem Kummer, all dem Schmerz, kaum spüren konnte.
Sie begann jetzt Victoria sanft zu wiegen, strich ihr mit einer Hand über die Haare und hielt sie in ihren Armen, um ihr Wärme und Geborgenheit zu geben. Und die ganze Zeit hörte sie ihr zu und war da.
Ylva erinnerte sich nur daran, dass ihr Vater ihr einmal erzählt, dass Torias Bruder gestorben war, aber jetzt hörte sie die ganze Geschichte und sie bekam Mitleid mit ihrer Freundin, die all ihre Sorgen in sich hineingefressen hatte und nie jemanden gehabt hatte, der ihr zugehört und sie verstanden hatte. Dann verstummte Victoria, doch Ylva wusste, dass sie immer noch in ihren Erinnerungen hing und den folgenschweren Tag wieder und wieder erlebte, so wie sie die eine Nacht immer und immer wieder durchlebte, jeden Morgen, wenn sie aufstand und jeden Abend, wenn sie einschlief. Sie sah, wie die andere Ravenclaw sich die Tränen aus dem Gesicht wischte und erkannte, wie sehr sie beide litten, sie weinten gemeinsam und sie beide versuchten, es sich nicht ansehen zu lassen. "Warum erzähle ich das eigentlich?", fragte sie, "Du willst das bestimmt nicht hören und mir tue ich damit auch keinen Gefallen. Verdammt, ich... " Doch Ylva schüttelte den Kopf, es war gut, zu hören, dass noch jemand so fühlte, noch jemand einsam war, auch wenn sie es niemandem gewünscht hätte, half es."Hab ich jetzt dich verschreckt?", wollte Toria wissen doch wieder schüttelte Ylva den Kopf, während ihre Tränen liefen, nein, sie hatte nur das selbe gehört, was sie selbst fühlte."Es tut mir leid. Aber... ich kann einfach nicht anders." Doch Ylva verstand sie, verstand, den Schmerz, der heraus musste. "Dir geht's verdammt noch mal dreckiger als mir und trotzdem bin ich die, die dich voll heult". „Nein, ich habe doch auch geweint, weißt du, es hilft mir, wenn ich höre, dass du das selbe fühlst, auch wenn ich es dir nicht wünschen würde, aber es nimmt mir einen Teil meiner Einsamkeit.“ Sie versuchte ein Lächeln unter den Tränen und fühlte sich ein bisschen weniger einsam.



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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mo Mai 02, 2011 5:23 pm

Ylva & Toria

Die Worte kamen einfach aus Victorias Mund, sie redete sich den Schmerz vom Herzen und hoffte, die Worte würden ihn wegspülen, untergehen lassen. Doch es funktionierte nicht. Sie spürte Ylvas Umarmung, wie sie ihr übers Haar strich und war froh, dass endlich jemand ihren Schmerz verstand. Ihre Mutter hatte sie verstehen können, doch sie hatte es ihr nur selten gezeigt, immer hatte sie das getan was ihr Vater sagte. Und dann war Toria wieder an diesem Tag vor acht Jahren. Stand wieder auf dem Schiff, blickte wieder auf die grauen Fluten der Nordsee. Erinnerte sich daran, dass sie die schlammige Farbe mit der sauberen der Ostsee verglichen hatte, die sie in den letzten Sommerferien gesehen hatten. Hörte, wie Wayne ihren Eltern ein anderes Boot zeigte und ihnen genau erklären konnte, was für eines es war. Er hatte Schiffe geliebt, genau wie das Meer. Sie mochte das Meer auch, solange bis es ihren Bruder tötete. Mittlerweile hasste sie es mehr als alles andere. Dann hörte sie wieder seinen Schrei. Sie weinte, die Tränen verschmierten ihre Wimperntusche, doch es war ihr egal. Sie endschuldigte sich bei Ylva, sollte ihr nicht auch noch den eigenen Schmerz zeigen, sollte sie trösten, nicht anders herum. Ylva versicherte ihr, dass es ihr nichts ausmachte, im Gegenteil, sie sagte es würde ihr helfen. Toria konnte sie verstehen, auch sie war oft einsam gewesen, hatte sich aber auch von allen zurück gezogen damit niemand sie daran erinnern konnte, die Wunde aufreissen konnte, von der sie gedacht hatte, sie würde irgendwann verheilen. Nicht dass es geschehen war, aber sie war verschlossen geworden, ließ niemanden an sich heran. Keine freundlichen Unbekannten, keine mitleidigen, ehemaligen Freunde. Niemanden. Nie hatte sie erzählt, dass ihr Bruder tot war. In Hogwarts wusste es niemand, sofern nicht jemand anders es ihm erzählt hatte. Die Leute mochten sie für abweisend halten, doch es war Selbstschutz, schutz vor dem Leid, dass sie trotzdem nicht verdrängen konnte. Sie umarmte ylva fest, wollte ihr auf diese weise zeigen, wie froh sie war, dass sie da war. Sprechen konnte sie nicht mehr, die Tränen machten es ihr unmöglich. "Danke", versuchte sie es trotzem. Sie war sich nicht sicher, ob man es verstehen konnte.
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Ylva Ljoturson
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Di Mai 03, 2011 6:45 pm

Toria und Ylva
And I miss him so

Ylva und Victoria lagen sich nun in den Armen und beide weinten sie, lebten in ihren Erinnerungen und weinten über das, was geschehen war, was noch geschehen würde, zumindest Ylva tat das, denn sie war sich sicher, dass der Tod ihres Vaters nicht der letzte war. Und während ihre Erinnerungen durch ihre Gedanken wanderten und sie auf eine ganz neue Art weinte, fiel ihr ein, wie verkommen die Welt doch war, dass niemand sein Leben für das eines anderen einsetzte und wie viele noch sterben würden. Finstere Gedanken für eine Sechzehnjährige, aber nichts Besonderes für ein Mädchen, dass seinen Vater gerade erst verloren hatte, zumindest empfand Ylva das so, denn es gab etwas, dass sie noch nie jemandem erzählt hatte, ein Gedanke, der sich in ihren Kopf geschlichen hatte, sie wusste gar nicht mehr wann, und sich von dort nicht mehr enfernen ließ, egal, was sie auch versuchte. Hätte sie ihren Vater gerettet? Wäre sie gestorben, wenn sie damit sein Leben gerettet hätte? Sie wusste es nicht, nich mit Sicherheit, doch immer wenn sie darüber nachdachte wurde ihre Traurigkeit noch größer, denn manchmal war sie sich sicher, dass sie alles getan hätte, damit er noch lebte. Doch immer wieder und immer öfter kamen ihre Gedanken an einen Punkt, den zu vermeiden sie nicht geschafft hatte. Sie hätte ihn sterben lassen, um sich selber am Leben zu halten, sie hatte ihn sterben lassen, wenn auch nicht mit voller Absciht, so hatte sie doch zugelassen, dass er ging, sie war nicht unschuldig an seinem Tod und viel schlimmer, sie liebte ihn nicht genug. Obwohl sie so viel weinte, wie nie zuvor in ihrem Leben und obwohl der Schmerz sie immer wieder aufzufressen drohte, liebte sie ihn nicht genug. Der Gedanke brachte immer mehr Tränen hervor, dieses Gefühl, nicht genug zu sein, nicht genug gegeben zu haben. Wie sollten sie ihr je verzeihen? Wie sollte sie sich selbst je verzeihen, dass sie ihn nicht so sehr geliebt hatte, wie er sie und dass sie jetzt am Lebenm war, aber er nicht? Sie wusste es nicht und Hoffnungslosigkeit machte sich in ihr breit. Oder sie versuchte es, kämpfte gegen Trauer, Schmerz und Verzweiflung und eroberte irgendwo zwischen ihnen seinen Platz. Ylva hatte nicht vor, darüber nachzudenken, was sie fühlte. Sie hatte aufgehört ihr Gefühlsleben zu erforschen, als er gestorben war, denn jeder Gedanke daran, wie es ihr ging, erschien ihr ungleich egoistischer und unwichtiger als zuvor.
Sie schüttelte die Erinnerungen ab, die sie bestürmten, sie wollte nicht auch noch an all die schönen und traurigen Momente mit ihrem Vater denken, an keine Diskussion oder Umarmung, sonst wäre der Tränenstrom aus ihren Augen niemals versiegt und sie gab sich Mühe, nur noch ein wenig zu weinen, zwar hatte Ylva jedes Recht dazu, doch es tat immer mehr weh und es half nichts. Gerade jetzt wollte sie Victoria trösten, um ihren eigenen Kummer zu bekämpfen, um an etwas anderes zu denken, auch wenn es weh tat, fast so sehr, wie die Gedanken an ihren Vater, aber nicht ganz so sehr, also konzentrierte sie sich ganz auf ihre Freundin. Dann hörte sie etwas, nur leise, sie musste sich anstrengen, aber sie konnte es hören und fühlen, das leise "Danke." und es tat ihr gut. Sie lächelte schmerzhaft und wiederholte das Wort: "Danke. Danke dir, Victoria."
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Victoria Storm
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Do Mai 12, 2011 4:54 pm

Ylva & Toria


Sie weinten, sie weinten alle beide. lagen sich in den Armen und weinten. "Danke. Danke dir, Victoria.", flüsterte Ylva zurück. Toria schloss kurz die Augen, dann sah sie Ylva mit ernstem Blick an. "Ich weiß was du denkst. Du denkst, du seist schuld, du hättest es verhindern müssen, nicht wahr? Genau das Glaeiche habe ich auch getan. aber du bist nicht schuld. Es hat lange gedauert, bis ich es begriffen hatte. Nichts und niemand kann den Lauf der Welt aufhalten. ES mag jetzt brutal klingen, aber nichts ist ewig. Alles Leben stirbt. Ohne den Tod kann es auch kein Leben geben. Was auch immer passiert sein mag, du hättest sein Leben nicht retten können. Ich habe mir so oft Vorwürfe gemacht, ich hätte neben ihm bleiben sollen, damit ich ihn hätte festhalten können. wir hätten nicht mit meinen Eltern diese Bootstour machen dürfen. Ich hätte nicht... ich sollte... Diese Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen, immer und immer wieder. Aber irgendwann habe ich eines gelernt: Nichts bleibt für immer. Die Zeit vergeht, auch wenn die Hoffnung als letztes sterben mag. Der Tod wartet immer und überall. Heute magst du vielleicht ein Duell auf Leben oder Tod gewinnen, aber dafür fällst du vielleicht morgen vom Besen und brichst dir das Genick. Es kann so viel passieren und es passiert dann, wenn man am wenigsten damit rechnet. Aber eins darfst du nicht vergessen: Du bist nicht schuld. "
Toria verstummte. Hatte sie Ylva verletzt? Sie wollte ihr nicht wehtun, doch es war ichtig, dass sie lernte, die Schuld nicht bei sich zu suchen. Schuld oder nicht schuld, das war sowieso eine Frage, die niemand zu beantworten vermochte. Und noch etwas musste sie Ylva unbedingt erklären:"Einen Fehler darfst du noch nicht machen: Du darfst deine Freunde nicht vergessen. Ich habe mich von meinen Freunden zurückgezogen. Jetzt bin ich allein. Ich habe niemanden mehr, dem ich mich anvertrauen könnte, wenn ich das Gefühl habe, die Welt bricht über mir zusammen, dann kann ich zu niemandem gehen. Ich muss meine Probleme allein lösen. Ich möchte nicht, dass dir das Gleiche passiert, deshalb sage ich dir das. Du darfst dich nicht in ein Schneckenhaus zurück ziehen. Tu dir und deinen Freunden das nicht an, bitte. Versprichst du mir das?"
Sie wollte es hören, wollte, dass Ylva es ihr versprach. Sie sollte nicht die gleichen Fehler machen wie sie selbst, sollte nicht in der gleichen Einsamkeit leben wie sie selbst. Das war ihr wicht8ig, im Moment war ihr nichts so wichtig wie dieses Versprechen. Nichts.
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Ylva Ljoturson
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mi Mai 18, 2011 3:54 pm

Victoria and Ylva
held together by the same feelings
held together by mourning


Ylvas Blick wanderte zu Victoria und dann durch den Wald, sie hätte sich niemals vorstellen können, dass ausgerechnet heute etwas passieren würde, dass ihr half, dass ausgerechnet hier etwas neues ins Spiel kam, eine neue Figur, die sich auf ihre Seite schlug und im Spiel um ihr Leben und Lachen an ihrer Seite kämpfen würde, weil sie verstand, weil sie genauso fühlte wie Ylva und wusste, was sie sagen sollte, um den Schmerz erträglicher zu machen. Dann wischte sie sich eine Träne aus den Augen, auch wenn das nicht wirklich etwas brachte, schließlich war ihr Gesicht tränenüberströmt, aber diese Bewegung war ihr in letzter Zeit so in Fleich und blut übergegangen, dass sie schon gar nicht mehr anders konnte.
Dann huschte ein Lächeln über Ylvas Gesicht, vollkommen flüchtig und vollkommen ehrlich, eines der wenigen, die sie seit langem zustande gebracht hatte. Nein, so lange war es noch gar nicht her, nur kam ihr alles, was davor gewesen war wie ein weit zurückligendes Leben vor, wie das eines anderen Mädchens, eines, dass kaum noch Ähnlichkeit mit der jetzigen Ylva Ljoturson hatte, auch wenn sie den gleichen Namen trugen und beinahe gleich aussahen. Zumindest, wenn einem die Augenringe, die Tränenspuren, die Blässe und die Magerheit nicht auffielen.
Dann begann Victoria zu sprechen und Ylva hörte stumm zu, erstaunt davon, wie weise Victorias Worte waren, wie sehr sie daran glauben wollte. "Ja und nein, ich weiß gerade nicht, was ich denken soll, es ist so viel auf einmal. Ich weiß nicht ob ich dir glauben soll, ob ich dir glauben will oder glauben kann. Ich fühle mich überfordert, wenn ich daran denke, dass es an der zeit war, dass er starb. Denn warum sollte das so sein? Er hätte weiterleben sollen, ich brauche ihn doch noch. Wir alle brauchen ihn. Ich weiß, dass das Leben nicht fair ist und ich hatte 16 wundervolle Jahr mit ihm, aber Timothy ist noch viel jünger und Elias auch, sie beide sollten nicht ohne Vater aufwachsen und ich auch nicht. Das ist einfach nicht fair, auch wenn es das nie ist. Warum nur? Er hätte doch auch später sterben können, wenn er alt ist. Auch das täte weh, aber so ist es einfach grausam."
Auch an der Schuldfrage zweifelte sie Torias Standpunkt an, wollte jedoch keine Diskussion führen, sie fühlte sich nicht gut genug, um das zu tun, noch nicht wieder. Sie wollte jetzt nicht streiten, mit niemandem und erst recht nicht mit ihrer Freundin, die wirklich für sie da war und ihr half, mehr als irgendjemand sonst es bisher getan hatte.
Doch Victoria sprach noch etwas anderes an, dass auf ihrer Seele zu lasten schien und als Ylva das hörte, fragte sie sich, ob Victoria ihre Gedanken lesen konnt oder einfach wirklich genauso gefühlt hatte wie sie, denn Ylva hatte sich große Sorgen gemacht, wie sie jetzt mit ihren Freunden umgehen sollte, wie diese jetzt mit ihr umgehen würden, was wäre, wenn sie nicht die richtigen Wörter fänden, wenn sie etwas Falsches sagten und Ylva immer wieder zum Weinen brachten, konnte sie es ihnen da verübeln, wenn sie sich von ihr zurückzogen? Vielleicht hätte sie sogar das gleiche gemacht, wenn einer ihrer Freunde in dieser Situation wäre und nicht sie. Aber sie war es, die ihren Vater verloren hatte und niemand sonst und sie konnte sich auch nicht vorstellen, dass sie eine Freundschaft aufgegeben hätte, weil besagter Freund Probleme hatte, dafür war Ylva viel zu treu.
"Ich werde mir alle Mühe geben, ich werde hoffen müssen, dass sie mir so vieles verzeihen, was sonst niemals aufgekommen wäre. Ich weiß nicht, ob ich mich einfach hinstellen und wieder mit ihnen reden kann, als wäre nichts geschehen, ob ich mit ihnen lachen kann, als würde er noch leben. Es wird mich zerreißen und ich weiß nicht, ob ich seinen Tod auch nur für einen Moment vergessen kann, ob ichnoch einmal auf diese Art glücklich sein kann wie vorher. Aber ich verspreche dir, dass ich alles tun werde, um meine Freunde bei mir zu behalten." Ylva hielt kurz inne und dachte nach, dann sprach sie langsam weiter, ruhiger, aber trotzdem aus ihrer Seele: "Aber jetzt bist du doch auch nicht mehr allein, auch wenn wir sonst nichts mehr teilen würden, dieses Gespräch hat uns zu Freunden gemacht, wir wissen mehr über den anderen, als sonst irgendjemand und wir können einander verstehen. Von heute an hast du mich, wenn dir alles zu viel wird und du jemanden brauchst, der dich in den Arm nimmt."
Ylva war es wichtig das zu sagen, sie war sich fast sicher, dass Victoria genauso fühlte, aber sie wollte, dass sie es wusste, sie wollte ihre Freundin der Einsamkeit entreißen.
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Lily Evans
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mo Mai 23, 2011 9:05 pm

DAPHNE &&. LILY &&. REGULUS

Lily hatte bereits ihr Zelt in der Nähe der Quidditcharena aufgebaut. Dieses Jahr würde sie zuschauen. Das hatte sie sich letztes Jahr fest vorgenommen. Zumal alle ihre Freunde davon geschwärmt hatten. Es war DAS Ereignis des Jahres, welches man einfach nicht verpassen durfte. So hatte sie sich dieses Jahr aufgerafft, dort zuzuschauen. Hoffentlich würde sie es nicht bereuen. Und hoffentlich würde sie nicht Potter und einer seiner Kumpanen begegnen. Denn sie wusste, dass er Quidditch mochte. Er hatte es ja immer wieder laut rumgeschrien.
Die Rothaarige hatte nach dem Aufbau des Zeltes beschlossen, ein wenig den Wald zu erkunden und sich an einem stillen Plätzchen auszuruhen. Der Wald schien so dunkel. Aber sie hatte keine Angst. Schließlich hatte sie ihren Zauberstab dabei und konnte sich Notfalls wehren, würde es zu einem Kampf kommen, was sie nun nicht hoffte. In ihrer Hand hielt sie ein Buch. Romeo und Julia von William Shakespeare. Eines ihrer Lieblingsbücher von diesem Autor.
Knacks. Sie war auf einen kleinen Ast getreten. Das hieß, sie hatte den Wald betreten. Leise rauschten die Blätter in der sanften Brise des Windes. Eine leichte Gänsehaut bildete sich auf ihrer Haut und ihre Härchen stellten sicha uf. Der wind war angenehm kühl. Dank des bewölkten Himmels schien der Wald noch dunkler. Noch immer hatte sie keine Angst und sie ging tiefer hinein. Schon nach ein paar Meter entdeckte sie einen umgefallenen Baum. Dort konnte sie sich raufsetzen und entspannt lesen. Gesagt getan ...
Kurz strich sie mit ihren Fingerkuppen über die angenehm raue Rinde. Sie liebte die Natur. Sie war nicht so gezwungen, wie die Menschen. Sie lebte einfach vor sich hin. Die Gryffindor schlug ihr altes Buch auf. Die Seiten waren bereits ein wenig vergilbt. Aber das machte nichts. Schließlich reichte es ja, wenn die Schrift deutlich erkennbar war. Und das war sie. Kurz fuhr sie einmal über die Seite, begann dann aber gleichzeitig zu lesen.
So nahm sie nichts mehr um sich herum war und versank in die tragische Welt von Romeo und Julia.
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Regulus Black
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Di Mai 24, 2011 9:27 pm

Lily, Reg & Daphne

[Einstiegspost]

Regulus freute sich schon auf das Spiel. Es war eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen er sich nicht verstellen musste. Er liebte Quidditch ganz einfach. Schließlich war er Sucher seiner Hausmannschaft und er hatte eventuell vor, nach seiner Schulzeit Profispieler zu werden. Vorrausgesetzt, alles lief so, wie er es sich erhoffte. Wenn nicht, würde er sich anderweitig umsehen müssen, denn er wollte nicht länger als unbedingt nötig bei seinen Eltern bleiben. Sein Elternhaus schlug ihm immer sehr auf die Stimmung. Weshalb er über jede Gelegenheit froh war, diesem düsteren, muffigen Kasten zu entkommen. Würde man ihn allerdings fragen, würde er sagen, dass er gern zu Hause war. Schließlich musste er sein innerstes schützen. Niemand durfte wissen, was wirklich in ihm vorging. Das wäre eine absolute Katastrophe. Darum hatte er sich schon vor langer Zeit die Maske eines typischen Slytherins zugelegt. So war das Leben für ihn wesentlich leichter. Sowohl in der Schule, als auch bei sich zu Hause. Er wusste selbst, dass er sich wie ein Feigling benahm, aber so war er nun einmal, Sirius war der mutige von ihnen beiden. Wofür er ihn heimlich bewunderte, aber zugeben würde er das niemals. Jedenfalls nicht freiwillig.
Aber jetzt konnte er sich gehen lassen und seine Freude über das Spiel zeigen. Er musste zwar immer noch einen Teil von sich hinter seiner Maske verbergen, aber zumindest würde ihn niemand komisch ansehen, wenn er seine Freude offen zur Schau stellte. Denn er war eher nicht dafür bekannt, seine Gefühle gern offen zu zeigen.
Nachdem er sein Zelt aufgebaut hatte, welches äußerst luxuriös ausgestattet war, schlenderte er etwas durch die Gegend. Auf dem Zeltplatz traf er hier und da auf ein paar Bekannte Gesichter, aber im allgemeinen kannte er eigentlich niemanden hier. Was er eigentlich als ganz angenehm empfand. Niemand wollte sich bei ihm einschleimen, niemand versuchte ihn auf seine Seite zu ziehen, für was für ein Vorhaben auch immer. Slytherins waren bekannt dafür Intrigen und Verschwörungen zu spinnen, was so gar nicht zu ihm passte. Es passte viel mehr zu seiner Cosine Severina. Sie war ei wirklich intrigantes und bösartiges Miststück. Schon allein die Tatsache, dass sie gern Zeit mit Bellatrix verbrachte, ließ Regulus so manches mal an ihrem klaren Verstand zweifeln. Bellatrix war verrückt. Wahnsinnig und unberechenbar. Wer freiwillig Zeit mit dieser Irren verbrachte, musste selbst ein Ding an der Waffel haben, Zumindest seiner Meinung nach.
Regulus hing so seinen Gedanken über seine so genannte 'Familie' nach und merkte garnicht, wohin ihn seine Füße trugen, bis er plötzlich aufsah und mitten im Wald stand. Der junge Black ging noch ein Stück tiefer in den Wald hinein und genoss die Ruhe. Nach einer Weile kam er an einen umgefallenen Baum, auf dem ein langhaariges Mädchen saß. SIe hatte rotes Haar und schien in ein Buch vertieft zu sein. Genau konnte er es nich sehen, da sie mit dem Rücken zu ihm saß. Nahezu lautlos näherte er sich dem Rotschopf und überlegte, ob er sie vielleicht kannte. Es gab nicht viele rothaarige Mädchen in Hogwarts und auf die schnelle fiel ihm auch nur Lily Evans ein. Aber das hielt er für unwahrscheinlich. Regulus war immer der Meinung gewesen, die junge Gryffindor würde sich nicht für Quidditch interessieren. Auf einmal knackte ein Zweig unter seinen Füßen und er sah gespannt auf dir rothaarige. Sicher würde sie sich gleich erschrocken umdrehen und er würde dann sicher wissen, um wen es sich bei ihr handelte.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Di Mai 24, 2011 11:19 pm

LILY & REGULUS & DAPHNE

Eigentlich hatte sie ihre Zeit bis eben bei Adrian verbracht. Sie mochte diesen Jungen wirklich sehr, doch irgendwie schaffte es dieser immer wieder sie auf die Palme zu bringen. Daphne hatte sich ehrlich bei ihm entschuldigt und er hatte angenommen,ja er hatte sie sogar zu einem Drink eingeladen. Natürlich hatte sie angenommen. Wieso auch nicht? Es war die Chance gewesen, dass er ihr Verzeihen würde. Und nachdem sie ganze zwanzig Minuten über belanglose Themen gesprochen hatten hatten sie sich ausgesprochen. Alles war gut gewesen zumindest dachte Daphne das. Doch kaum war Adrian etwas angetrunken schon hielt er ihr wieder sein unmögliches Verhalten vor und machte weiter irgendwelche dummen Sprüche. Wütend war sie aufgesprungen und hatte das Zelt verlassen. Nun stampfte sie wütend in den Wald hinein. Hoffentlich fand sie einen ruhigen Ort zum Beruhigen. Oder aber ein Opfer zum Abreagieren. Daphne hoffte auf letzteres. Immer weiter ging die blonde Slytherin in den Wald hinein. Bis sie zu einem umgekippten Baumstamm kam. Auf diesem saß ein rothaariges Mädchen welches gerade sehr vertieft zu sein schien. Soso sie las. Leise schlich sie sich ran bis sie dem Mädchen gegenüber stand. Soeben hatte Daphne beschlossen das Lily Evans das sogenannte Opfer sein durfte. "Sieh an sieh an! Die junge Miss Evans. Das Schlammblut vom Dienst.",höhnte Daphne. Feixend und gehässig sah sie die junge Gryffindor an. Wenn Daphne in dieser Verfassung war konnte sie wirklich sehr gemein werden. Noch gemeiner als sonst. Niemand außer Regulus Black wusste das. Denn Regulus war der einzige bei dem sie nicht immer das stolze Reinblut spielen musste. "Und ich habe gedacht die Leute die das hier Organisieren hätten mehr Verstand als Dumbledore. Wäre das hier meine Veranstaltungen würden Leute wie du noch nicht einmal in die Nähe kommen dürfen!",keifte Daphne weiter. Leute wie die. Abschaum und Blutsverräter. Kurz sah Daphne auf und entdeckte Regulus Black. Lächelnd ging sie auf diesen zu und nahm ihn kurz in den Arm. Gleich nachdem sie das getan hatte ging sie wieder zurück zu ihrem alten Platz und beobachtete Lily Evans höhnisch.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mi Mai 25, 2011 7:47 pm

LILY & REGULUS & DAPHNE

Lily las und las. So bemerkte sie nicht, dass ein kleiner Ast geknackt hatte. Für einen kurzen Moment hatte sie geglaubt, es wäre aus ihrer eigenen Fantasie entstanden. Sie hätte es sich also nur eingebildet. DOch dann vernahm sie tatsächlich Fußstapfen. Jemand näherte sich. Ihr Herz hämmerte laut gegen ihren Brustkorb. Sie spürte, wie ihre Hände schwitzig vor Angst und Panik wurden. Ganz langsam ließ sie eine Hand in ihre Hosentasche gleiten. Ganz unauffällig Richtung Zauberstab.
Dann plötzlich zückte sie ihn und hielt ihn auf ihren Hintermann. Aber als sie erkannte, wer es war, ließ sie ihn wieder sinken. Es war nur Regulus Black. Slytherin unter ihrem Jahrgang. Niemand Auffälliges. Manchmal glaubte sie auch, dass er gar nicht in dieses Haus gehörte. So ruhig wie er war. Aber wie sagte man so schön: Stille Wasser sind tief undd reckig. Bei solchen Menschen wusste man nie, wo man war.
Für einen kurzen Moment hatte sie geglaubt, sich umdrehen zu können und in Ruhe weiterlesen zu können. Doch da hatte Daphne Rosier ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Blondine war in ihrem Jahrgang und eine typische Slytherin. Hinterlistig und äußerst gemein!
Aber mit solchen Typen hatte sie ja schon oft genug Erfahrung gemacht. Solche Beleidigungen machten ihr nichts mehr aus. "Schlammblut ... Wie langweilig. Denkt euch mal was Neues aus." erwiderte sie knapp und setzte sich wieder auf den umgekippten Baum. Warum hatte sie ihr eigentlich geantwortet? SOlche Menschen waren unter ihrem Niveau. "Tja, Pech für dich. Dummerweise hast du ja nicht das Spiel veranstaltet." sagte sie grinsend und steckte ihren Zauberstab ein. Aber ihre Hand stützte sie direkt daneben ab. In Falle eines Falles. Bei Slytherins wusste man ja nie. "Warum gehst du nicht einfach? Ich dachte, ich sei ein Schlammblut. Warum redest du dann mit mir?" fragte sie sie neugierig.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Mi Mai 25, 2011 11:17 pm

Lily, Reg & Daphne


Regulus wartete darauf, dass sich das Mädchen umdreht und bemerkte so Daphne nicht, die sich an die Kleine heranschlich um sie dann runterzumachen. Regulus war einigermaßen überrascht, als sich der Rotschopf tatsächlich als Lily Evans entpuppte. Allerdings ließ er es sich nicht anmerken. Vielmehr überlegte er fieberhft, wie er Daphne unauffällig dazu bringen könnte, Lily in Ruhe zu lassen. Er kannte Daphne gut genug um zu wissen, dass sie in dieser Stimmung noch unausstehlicher sein konnte als ohnehin schon. Sie war zwar sowieso schon eine typische, arrogante und eingebildete Slytherin, aber wenn ihre Stimmung mies war, war sie noch viel schlimmer als sonst. Nachdem sie ihn bemerkt hatte, kam sie auf ihn zu und umarmte ihn kurz. Er erwiederte die Geste und beobachtete, wie sie Lily abschätzig betrachtete. Er persönlich hatte nichts gegen die rothaarige. Ganz im Gegenteil. Er war der Meinung, dass sie ein absolut liebenswerter Mensch war. Jemand wie sie könnte ihn vielleicht sogar verstehen. Kurz blitzt in seinen Augen so etwas wie Sehnsucht auf. Sehnsucht nach einem Menschen, dem er sich anvertrauen konnte. Jemand, der ihm keine Vorwürfe machen würde, für sein Verhalten. Er wusste selbst, wie absurd das war. Er war sich sicher, dass er einsam sterben würde. Leute, die nach den Maßstäben seiner Eltern gut für ihn wären, ließ er nich zu nah an sich heran und Menschen, die ihm gut tun würden, wollten nichts mit ihm zu tun haben. Er steckte also in einem echten Dilemma. Er sah für sich weder einen Weg nach vorn, noch gab es für ihn ein zurück. Er steckte fest. Er steckte fest zwischen dem was sein Herz ihm sagte undd dem war sein Verstand meinte. Er war weder dumm genug den ganzen Reinblutquatsch zu glauben, noch war er mutig genug, sich seinen Eltern entgegegenzustellen. Was für eine Ironie des Schicksals.
Daphne dagegen, schien keine Schwierigkeiten damit zu haben, sich mit der Reinblutideologie, die sie quasi mit der Muttermilch aufgesogen hatte, zu identifizieren. Für sie war alles ganz einfach. Muggelgeborene waren minderwertig und Reinblütern stand die Herschaft über diese Welt zu. Sie schien niemals an diesem System zu Zweifeln. Manchmal, aber wirklich nur manchmal, wünschte er sich, dass es für ihn genauso leicht wäre. Aber er wusste, dass es falsch war. Es war falsch, jemanden nach seinem Blut zu beurteilen, dass, biologisch gesehen, sowieso bei jedem Menschen identisch war.
Er merkte, dass Lily ihren Zauberstab zog und ihn neben sich legte. Kluges Mädchen. Daphne war unberechenbar.Und Regulus konnte die Gryffindor nicht beschützen. Nicht, ohne sich selbst zu verraten. Aber er merkte, dass die rothaarige sich auch so gut verteidigen konnte. Zumindest auf verbaler Ebene, was bei dem Quatsch den Daphne von sich gab, aber auch nciht sonderlich schwer war. "Komm schon Daphne, lass es gut sein. Sie ist die Mühe doch garnicht wert.", die Worte flossen ganz automatisch aus seinem Mund und er schaffte es, dank jahrelanger Übung, sie so klingen zu lassen, als meinte er sie vollkommen ernst. Hass und Abscheu in seine Stimme zu legen war wesentlich einfacher, als man vielleicht denken würde. Zumindest für Regulus war es das. Für ihn war es schon beinahe so natürlich geworden wie das Atmen. Er hatte sich wirklich zu einem begnadeten Schauspieler entwickelt, wenn es darum ging, seine wahren Gefühle und Ansichten vor anderen zu verbergen.
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BeitragThema: Re: Der anliegende Wald   Sa Mai 28, 2011 7:03 pm

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